Nachrichten
26.11.2008
K. Blaum Fellow der American Physical Society
Die American Physical Society hat Prof. Dr. K. Blaum eine Fellowship verliehen.
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20.11.2008
Artikel über hybride Falle veröffentlicht
Der Artikel führt eine neuartige Penningfalle ein: "die hybride Penningfalle". Sie
besteht aus einer Kombination aus zylindrischen Elektroden und Elektroden
nicht-zylindrischer Form wie z. B. toroidal oder hyperbolisch - im Gegensatz zu
reinen zylindrischen Fallen, die nur aus zylindrischen Elektroden bestehen. Die Methode
der Quasi-Greensfunktionen ermöglicht die analytische Herleitung jeder hybriden
Penningfalle und liefert so die analytische Berechnung der gesamten elektrostatischen
Eigenschaften. In einer toroidal hybriden Falle mit einer ferromagnetischen
Ringelektrode ist die magnetische Flasche um mehr als eine Größenordnung erhöht.
So kann der kontinuierliche Stern-Gerlach Effekt für unsere geplante Messung des
g-Faktors des Protons erstmals genutzt werden. Ausführliche analytische Ausdrücke
für das Design einer toroidal hybriden Penningfalle werden präsentiert, die die
Entwicklung solcher Fallen für Hochpräzisionsexperimente vereinfachen.
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18.08.2008
TRIGA-SPEC: Eine neue Anlage für hochpräzise Massen- und Laserspektroskopie-Experimente
an Radionukliden
Am Forschungsreaktor TRIGA Mainz entsteht zur Zeit ein Aufbau zur
hochpräzisen Massenmessung und Laserspektroskopie an schweren und
neutronenreichen Nukliden. Jetzt wurde ein Artikel veröffentlicht, der einen
Überblick über den experimentellen Aufbau sowie die physikalische
Zielsetzung von TRIGA-SPEC bietet (J.Ketelaer et al., Nucl. Instr. Meth. A 594 (2008) 162).
Am Strahlrohr B des Reaktors ist bereits das
Penningfallen-Massenspektrometer TRIGA-TRAP aufgebaut und wird gerade in
Betrieb genommen. Außerdem entsteht eine kollineare
Laserspektroskopie-Beamline, sowie eine on-line Ionenquelle mit magnetischem
Massenseparator als Ankopplung an den Reaktor.
15.08.2008
Erste Signale aus dem Protonlabor
Seit wenigen Wochen ist unsere Apparatur zur Bestimmung des g-Faktors des Protons
in Betrieb. Begonnen haben wir damit, Ionenwolken über Elektronenstoßionisation zu
erzeugen, in eine Penningfalle zu laden und dort nicht-destruktiv über die axiale
Bewegungsmode nachzuweisen. Dabei herrscht in der Fallenkammer eine Temperatur von
knapp 5 K und ein Druck von besser 1.0E-13 mbar. Anschließend wurde die Ionenwolke
gesäubert, indem die ungewollten Spezies über eine Anregung aus der Falle entfernt
wurden. Kleine, saubere Protonenwolken können auch über die Zyklotron Bewegungsmode
detektiert werden. Dazu werden die Teilchen angeregt und auf verschiedene Radien
katapultiert, was in Abb. 1 zu sehen ist.
Abb. 1: Bewegung einer Protonenwolke in der
Zyklotronmode. Die angeregten Teilchen bewegen
sich wie auf Planetenbahnen und werden
widerstandsgekühlt, bis sie sich im thermischen
Gleichgewicht mit dem Schwingkreis befinden.
Da sich die Teilchen während des Nachweises
in Resonanz mit dem Schwingkreis befinden, werden sie gleichzeitig gekühlt und
wandern wieder zu einem gemeinsamen Peak zusammen.
26.07.2008
Artikel über elliptische Penningfalle veröffentlicht
In den zwei folgenden korrespondierenden Artikeln werden die theoretische
Untersuchung einer idealen elliptischen Penningfalle sowie die Erforschung
der elliptischen Penningfalle in Experiment und Simulation beschrieben.
M. Kretzschmar, Int. J. Mass Spectrom. 275, 21–33 (2008):
In diesem Artikel wird eine komplette und strenge Beschreibung der Dynamik einer
idealen elliptischen Penningfalle vorgestellt. Eine ideale elliptische Penningfalle ist eine
ideale zylindersymmetrische Penningfalle mit einem zusätzlichen elektrostatischen
Quadrupolpotential. M. Kretzschmar diskutiert auch die annähernde Realisierung
einer solchen elliptischen Falle durch Verwendung von segmentierten Ringelektroden
und schätzt die erwarteten Frequenzverschiebungen aufgrund von anharmonischen Potentialtermen
und Spiegelladungen für eine reale elliptische Falle mittels klassischer
kanonischer Störungstheorie ab. Nähere Informationen
M. Breitenfeldt et al., Int. J. Mass Spectrom. 275, 34–44 (2008):
In diesem zweiten Artikel wurde der Einfluss eines zusätzlichen azimutalen elektrostatischen
Quadrupolfeldes auf die Eigenfrequenzen von Ionen in einer Penningfalle betrachtet.
Diese "Elliptische Penningfalle" wurde außerdem mittels Simulationen untersucht. Für die
Magnetronbewegung konnte eine Verschiebung zu kleineren Frequenzen beobachtet werden.
Die experimentellen Ergebnisse stimmen sowohl mit den Ionenbahn-Simulationen als auch mit
theoretischen Vorhersagen überein (siehe Artikel von M. Kretzschmar).
Die beschriebenen Untersuchungen sollen helfen, das Verständnis und die Anwendbarkeit
von Ionenfallen zu verbessern. Weitere Informationen
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